Erstmal die Fakten:

  • Gefahren am 01.07.2019
  • Fahrstrecke: 50 km
  • Höhenmeter: 1940

Die Tour in der Zusammenfassung:

Unsere Tour startet bei schönstem Wetter und bester Laune pünktlich gegen 8:00h. Wir rollen uns zunächst recht entspannt ein, dem Fluss Arve flussaufwärts folgend über etwa 500 Hm bergan bis zur Talstation der Gondel in Argentière, die uns etwa die Hälfte des Weges hinauf bringt zum „ Col des Grands Montets“. Eine Hilfe, die sich im späteren Verlauf der Etappe noch als Segen erweisen wird… . Am Pass überschreiten wir die Grenze zur Schweiz und freuen uns auf den Trail, der uns hinab führen soll nach Trient. Gerade als wir starten wollen, spricht uns ein Bikeguide einer geführten Gruppe an und offenbart uns, dass der von uns geplante Trail wohl für Biker gesperrt sei (entsprechende Hinweise finden wir nicht) und weist uns in eine andere Richtung, über die wir auch zu einem Trail nach Trient kämen. Folgsam wie wir sind, beschließen wir den Hinweis nicht zu ignorieren – womit das Elend seinen Lauf nimmt. Nach der dritten Wegkreuzung macht sich trotz aller technischen Hilfsmittel eine gewisse Orientierungslosigkeit breit, welcher Trail nun der passende sei. Im Folgenden kämpfen wir uns über 1 ½ Stunden, zumeist das Bike auf den Schultern tragend, über einen weiteren Gipfel. Dabei müssen wir eine Reihe von Schneefeldern queren, wobei es zu einer Rutschpartie von Matthias kommt, die glücklicherweise glimpflich ausgeht. Letztlich gelingt es uns den ursprünglich geplanten Trail weiter talwärts wieder zu erreichen. Hinab Richtung Trient folgen wir einem sehr anspruchsvollen Trail mit einigen technischen Passagen, Stufen und Spitzkehren – ganz nach meinem Geschmack ;-).

Von Trient aus folgen wir der Paßstraße hinauf zum „Col de la Forclaz“ auf 1527m – und haben uns dort den Erdbeerkuchen redlich verdient.

Unsere Tourbeschreibung bereitet uns darauf vor, dass der nun anstehende weitere Anstieg von Forclaz aus mit einer halbstündigen Tragepassage verbunden sei. Also schultern wir wieder unsere Bikes und machen uns unter staunenden Blicken der vielen Wanderer auf den Weg. Nach gut 1 ½ Stunden Schlepperei können wir unsere Zweifel nicht mehr ignorieren, zumal es mittlerweile 16:30h geworden ist. Die Aussagen der entgegenkommenden Wanderer lassen darauf schließen, dass uns weitere 1 ½ Stunden Marsch bergan bevorstünden. Also beschließen wir kehrt zu machen und von Forclaz aus über die Straße den Weg nach Champex zu suchen – zumal unklar ist, was uns bei der Abfahrt auf der anderen Bergseite erwarten würde.

Also geht es den (in dieser Richtung) tollen Trail wieder hinab und von Forclaz über Asphalt nach Martigny. Der Verkehr auf der Hauptstraße nervt allerdings so sehr, dass die weiteren 15km und nochmal 900Hm zu quälend erscheinen und wir uns daher zu einem Taxitransfer entscheiden. Kaputt und etwas frustriert erreichen wir gegen 18:00h Champex du Lac und beziehen unser Appartement.

Foto des Tages:

 

Höhenprofil: